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Terrarienbeleuchtung:


Es heisst ja, dass vorallem Zwergbartagamen "Lichtfanatiker" seien. Dies ist abe nur die halbe Wahrheit, da Licht nur das sichtbare Spektrum der elektromagnetischen Strahung im Wellenlängenbereich von 380 bis 780 nm ist. Diese Tiere benötigen aber vorallem auch UV- (< 380 nm) und IR-Strahlung (> 780 nm). UV-Strahlung brauchen die Reptilien für die Erzeugung von Vitaminen im Körper, während das Infrarote einfach Wärmestrahlung ist, die die Tiere vor Unterkühlung schützen sollen. Aus diesem Grunde ist es vielleicht auch verständlich, dass man zumeist mehrere unterschiedliche Lampen für das Terrarium benötigt.

Das menschliche Auge kann - wie oben erwähnt - das Spektrum zwischen 380 und 780 nm sehen; allerdings kann nicht jede Farbe gleich intensiv whrgenommen werden. Die Intensität ist im grünen Bereich am höchsten, während sie sowohl in Bereich mit kleinen Wellenlängen (blau) als auch mit hohen (rot) stark abnimmt. Im Bereich unter 380 nm - dem Ultravioletten - und auch über 780 nm - dem Infraroten - kann man nichts mehr sehen.



Da die Sonne in unseren Breitengraden nicht immer unsere Terrarientiere beleuchten kann, ist man auf Kunstlicht angewiesen. Wenn man beispielsweise eine Glühlampe nimmt, so wird ein geringer Teil im sichtbaren Bereich emittiert, während ein Großteil der Strahlung im IR-Bereich ausgesendet wird.
Die mathematische Gleichung für einen "schwarzen Planck'scher Strahler" (als so einen sehen wir die Glühlampe jetzt "einfach einmal" an) lautet:


Man kann also sehen, dass die emittierte Strahlstärke L sowohl von der Temperatur T, als auch von der Wellenlänge λ abhängt.

Wenn man jetzt die Temperatur in dem Glühlampendraht einfach "hochdreht" (als eine höhere elektrische Spannung anlegt), wird sich die Farbe ändern. Zuerst glüht der Draht rötlich, dann gelblich, irgendwann ist weiss, bis es sogar bläulich-weiss wäre (allerdings ist schon lange vorher der Draht geschmolzen, weil es einfach so heiss ist).


Wie man sehen kann, muss man, um einen hohen UV-Anteil zu erhalten, die Temperatur ganz stark erhöhen. Mit einer Glühlampe ist dies nicht möglich, da halt der Draht schon recht früh schmelzen würde.

Aber Mutter zeigt uns ja anhand der Sonne, dass man "einfach" Entladungen nutzen kann. Aus diesem Grunde werden Hochdruckentladungslampen eingesetzt, deren Plasmatemperatur sehr, sehr hoch sein kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass im Plasma die Elektronen der einzelnen Atome auch angeregt werden, die dann Strahlung emittieren.

Nehmen als Beispiel einmal das Cäsium-Atom, welches man sich vereinfacht wie folgt vorstellen kann:



Wenn die freien Ladungsträger im Plasma ein Atom des Cäsium-Antoms anregen, so gelangen diese auf ein höheres Energieniveau. Da dieses jedoch ncht stabil ist, "fallen" sie zurück und senden dabei Strahlung aus.
Bei Cäsium können folgende Spetrallinien emittiert werden: 



Diese gesamten Linien werden also vom Cäsium ausgestrahlt. Wenn also noch weitere Stoffe am Plasma beteiligt sind, werden noch viel mehr Linien emittiert,  so dass man quasi jedes gewünsche Spektrum nachbilden kann. Genau dieses geschieht bei einer Halogenmetalldampflampe (z. B. OSRAM HQI oder HCI).

Die OSRAM Ultra-Vitalux-Lampe hingegen ist spezialisiert, im niegrigen Wellenlängenereich Strahlung zu emittieren, so dass ein UV-A- und -B-Anteil ausgesendet wird (UV-C wäre schädlich, diese Sonnenstrahlung wird normalerweise durch das Ozon hoch oben in Atmosphäre weggefiltert).

Speziell für junge Zwergbartagamen ist es notwendig, dass Sie einmal in der Woche für etwa 1 Stunde eine ausreichende Dosis an UV-Strahlung bekommen.



In diesem Fall wurde eine OSRAM Ultra-Vitalux verwendet. Eine ideale Lampe für die Ultraviolette Bestrahlung (UV), da hier durch die Hochdruckentladung eine sehr ähnliche Strahlungerzeugung wie in der Natur (Sonne) stattfindet.
Aber Achtung: sorgen Sie immer dafür, dass sich Ihre Tiere auch von dieser extremen Strahlung entfernen können (Rückzugsplätze). Bestrahlen Sie niemals das ganze Terrarium, da Ihre Jungtiere sonst im warsten Sinne des Wortes "geröstet" werden könnten !


Man kann ebenfalls Leuchtstofflampen, die ständig UV-Strahlung abgeben, in Kombination mit "normalem Licht" verwenden.


Ebenfalls wichtig ist für alle Reptilien eine ausreichende Wärmestrahlung, die Infrarot-Strahlung (IR). Hier kann man zum Besispiel eine OSRAM Siccatherm "wärmstens" empfehlen.


Aber auch hier Achtung: sorgen Sie immer dafür, dass sich ihre Tiere zurückziehen können !


Ist es beispielsweise einer Zwergbartagame zu heiß, erkennt man das daran, dass Sie ihr Maul geöffnet lässt:


Als gute Ergänzung zu den eben genannten Reptilien sollte man ebenfalls folgende Lampen verwenden: Repti Glo 10.0 UVB von EXO TERRA (links als Kompaktleuchtstofflampe) und Sun Glo ebenfalls von EXO TERRA (rechts).


Diese Lampen können nahezu ununterbrochen die Tiere bestrahlen. Für junge Zwerbartagamen ist aber zusätzlich dennoch eine Bestrahlung mit OSRAM Ultra-Vitalux erforderlich (Achtung: natürlich nicht ständig).


Achtung: wenn Sie zwischen den Tieren und den Lampen Glas haben sollten, wird der gesamte UV-Anteil weggefiltert. Daher niemals die Lampen über eine Glasabdeckung hängen (am besten ist ein Fliegengasenetz).


Eine weitere Variante ist die Kombination eine EXO TERRA Repti Glo 10.0 UVB (vorne, als T8-Röhre) mit einer OSRAM BIOLUX 965 (hinten).


Wenn man ein zu hohes Terrarium besitzt und die Bestrahlintensität am Boden zu gering ist, kommt man nicht umhin, auch Hochdruckentladungslampen einzusetzen.
Da die Strahlung quadratisch mit dem Abstand abnimmt, heisst das nämlich, dass bei einem doppelt so hohen Terrarium nur ein Viertel ds Lichtes unten am Boden "ankommt"... Bei einem dreimal so hohen Terra ist es nur ein Neuntel...

OSRAM HQI-Lampen sind hier für ein tolles Licht gut geeignet, aber die HCI-Lampen noch besser, die viel länger farbstabil bleiben.


Hier wurde beispielsweise eine Leuchte der Firma Meyer+Sohn verwendet; aber beispielsweise auch die Franz Sill GmbH bietet hier geeignete Produkte an.

Wie man sehen kann, finden dies unsere Barties ganz toll ! 

Die Beleuchtungsstärke sollte am Boden zwischen 500 und 1000 Lux betragen.




http://www.henrylawsoni-zwergbartagamen.de